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Ernst
Helmuth Flammer, geboren 1949 in Heilbronn, wandte sich erst nach einem
Mathematik-studium der Musik zu. Einem Kompositionsstudium bei Klaus
Huber und Brian Ferneyhough an der Musikhochschule Freiburg folgten
Studien der Kunstgeschichte, Philosophie und Musikwissenschaft
(Promotion 1980 bei Hans Heinrich Eggebrecht über Hans Werner Henze und
Luigi Nono). Neben einer umfangreichen
Lehrtätigkeit (Mozarteum Salzburg, Universität Freiburg, University of
Newcastle, Darmstädter Ferienkurse, St. Petersburg, Odessa, Paris),
flankiert von regelmässigen Publikationen zu Themen der neuen Musik und
ästhetischen Fragestellungen war Flammer künstlerischer Leiter des
Festivals Ensemblia der Stadt Mönchengladbach, betreute das von ihm mit
aufgebaute ensemble recherche und gründete 1993 das Festival “...
antasten ...”, eine Biennale für Neue Klaviermusik. Seit 2003 ist Ernst
Helmuth Flammer Lehrer für Musikwissenschaft und Komposition an der
Musikhochschule Dresden.
Flammers
kompositorisches Schaffen umfasst neben Kammermusik in verschiedenen
Besetzungen, einem umfangreichen Orgeloeuvre, mehreren programmatisch
betitelten Werken für grosses Orchester (Durch die Erde geht ein Riss
des Vergessens, Dem Rad in die Speichen fallen) auch ein Oratorium für
drei Chöre, drei Orchester und Live-Elektronik (Der Turmbau zu Babel)
und ein Glasperlenspiel für Glasharfe.
Zahlreiche Kompositionsaufträge, Preise und Stipendien, sowie Rundfunkproduktionen und CD-Einspielungen runden seine Arbeit ab.
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