festival religio
musica nova

zürich, 2. bis 9. dezember 2007

 
programm hintergründe forum
 

eine biennale für
spirituelle neue musik

 
patronat   medienecho   2005
       
 
jim franklin    
Die Shakuhachi ist die traditionelle japanische Bambusflöte, die im Umfeld des Zen-Buddhismus entstand, und deren Urstücke (Honkyoku) vor Jahrhunderten von Zen-Mönchen als eine Art der Meditation (suizen - „blasendes Zen“) komponiert und gespielt wurden. Die Musik der Shakuhachi ist gleichzeitig meditativ und kraftvoll.

Als gebürtiger Australier kam Jim Franklin (James Ashley Franklin) frühzeitig mit verschiedenen Kulturen, westlich sowie asiatisch, in Berührung. Beim Kompositionsstudium an der Universität von Sydney hörte er zum ersten Mal die Musik der Shakuhachi, der klassischen japanischen Bambusflöte. Nach einem Studienaufenthalt in Deutschland und den Niederlanden in den 1980er Jahren hatte er in Australien die Gelegenheit, Shakuhachi bei Dr. Riley Lee zu lernen. Dies führte zum weiteren Studium des Instruments in Japan bei Katsuya Yokoyama, von dem Franklin 1996 den Titel Shihan (“Meister”) erhielt. Seitdem unterrichtet er Shakuhachi und bietet Konzerte in Australien und Europa an. Viele seiner Kompositionen für Shakuhachi sind auf CD erschienen. 1998 promovierte er an der Universität von Sydney mit einer Arbeit zum Thema zeitgenössischer Kompositionspraxis für Shakuhachi in Verbindung mit anderen Instrumenten (westlich sowie japanisch). Franklin hat sich auch intensiv mit dem buddhistischen Hintergrund der Shakuhachi auseinandergesetzt: 1986 wurde er Zen-Schüler bei Robert Aitken-Roshi, und verbrachte seither mehrere Studienaufenthalte im Zen-Zentrum von Aitken-Roshi in Honolulu. Er wohnt jetzt in Lauf an der Pegnitz (Deutschland), unterrichtet Shakuhachi in Nürnberger Raum und in anderen Städten, und ist international als Komponist und Shakuhachi-Spieler tätig.